Wie sichere ich meine FX-Risiken ab?

Wie sichere ich meine FX-Risiken ab?

Der Weg ist das Ziel…

Aufsetzung von Prozessen

Im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten ergeben sich für Unternehmen regelmäßig auch Zahlungsströme in Fremdwährung. Für eine Bewirtschaftung dieser sollten vordefinierte Regeln und Prozesse aufgestellt werden. Dafür ist es notwendig, die Abläufe im Unternehmen zu analysieren. So sollten Zahlungsströme z.B. zusammengefasst (Pooling) und zentral abgesichert bzw. verwaltet werden. Bei Konzernen mit Hauptsitz in Österreich, welche über Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern verfügen und Fremdwährung fakturieren, meinen die Finanzverantwortlichen, kein Fremdwährungsrisiko zu tragen, sofern aus Österreich in EUR an die Töchter fakturiert wird. Dies ist aus unserer Sicht jedoch falsch, da jede Tochtergesellschaft in der jeweiligen Region die Konvertierungstransaktion selbst durchführt und der Ertrag am Hauptsitz des Konzerns davon wesentlich abhängig ist.

Ein weiterer Vorteil des Poolings liegt im Volumen. Führt jede Einheit selbst Konvertierungen im Ausmaß von z.B. EUR 1 bis 2 Mio. p.a. durch, dann wird für diese Geschäfte ein eher schlechter Preis erzielt werden. Konvertiert man jedoch konzentriert z.B. EUR 20 Mio. oder mehr, dann erhöht sich auch die Attraktivität bei den Banken, was sich in der Folge in einem besseren Pricing (Kondition) niederschlagen wird. Diese Situation kann durch die Verwendung eines Online-Handelstool noch weiter verbessert werden.

Online-Handelstool

Es gibt derzeit einige solcher Online-Handelstools am Markt, welche über das Internet zugänglich gemacht werden können. Die Freude der Banken damit hält sich jedoch in Grenzen und führt auch zu einer Regelmentierung. Die meisten Anbieter geben Mindestvolumina vor, welche der Kunde pro Jahr über das Online-Handelstool handeln muss. EUR 100 Mio. p.a. sind dabei durchaus eine gängige Hürde (Ausnahmen sind möglich). Der Grund dafür sind nicht nur sehr enge Margen sondern auch Bedienungsfehler, die bei der Ausführung von falschen Trades enormen Schaden angerichtet haben. Der Ansatz der FRC – Finance & Risk GmbH mit einer Multi-Kunden-Plattform schalte diese Eintrittsbarrieren für unser Kunden defacto aus. Gehandelt werden muss in diesem Fall aus den oben angeführten Gründen stets über uns.

Grundsätzlich kann man im Rahmen der Fremdwährungsabsicherung zwei Geschäftsarten unterscheiden.

Beim Projektgeschäft sollte man bei Erstellung des Angebotes bereits die Devisenterminkurse kalkulieren und diese als Einstandskurs definieren. Aufgrund dieser definierten Kurse können dann die Zahlungsströme geplant und somit auch der Ertrag gesteuert werden.

Beim laufenden Geschäft ist dies schwieriger, da hier der Umsatz und die einzelnen Zahlungsströme nicht exakt bestimmt werden können. Daher muss hier ein durchschnittlicher oder geplanter Jahresumsatz abgesichert werden. Die Höhe und die Anzahl der jeweiligen Zahlungsströme sollten aus den Vorjahren abgeleitet werden.

 

 

About The Author

Heinz Hofstaetter

Over 20 years of international experience in senior management positions in the areas of consulting, banking, finance, asset management, valuation and Real Assets.